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20. Dezember 2018


Aktuelle Artikel

Wichtige Neuerungen im Jahr 2019

Informationen zum Jahresende

Kommen 2019 von den Notenbanken wieder frohe Botschaften?


Wichtige Neuerungen im Jahr 2019

20.12.18

Über die wichtigsten Änderungen rund um Ihre Finanzen informieren wir Sie in diesem Artikel.

Rentenpaket: Gesetzliche Änderungen 2019

Das von der Regierung beschlossene Rentenpaket beinhaltet unter anderem die sogenannte "Doppelte Haltelinie". Danach soll das Rentenniveau bis zum Jahr 2025 stabil bleiben. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung soll im gleichen Zeitraum 20 Prozent nicht übersteigen.

Darüber hinaus wurde die Ausweitung der Mütterrente beschlossen. Mütter, die vor 1992 Kinder bekommen haben, bekommen ab 2019 einen halben Rentenpunkt zusätzlich. Damit erhalten Mütter nun insgesamt 2,5 Jahre Erziehungszeit. Für Kinder, die nach 1992 geboren sind, werden 3 Jahre anerkannt.

Das ändert sich bei Steuern und Abgaben
  • Die Abgabefrist der verpflichtenden Steuererklärung verlängert sich bis zum 31.07.
  • Erhöhung des Grundfreibetrags auf 9.168 Euro.
  • Schrittweiser Abbau des Solidaritätszuschlags.
  • Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf 2,6 Prozent.
  • Der Beitragssatz zur Krankenversicherung bleibt bei 14,6 Prozent, soll aber künftig von Arbeitgebern und Arbeitnehmern jeweils zur Hälfte getragen werden.


Das ändert sich 2019 beim Kindergeld

Das Kindergeld für das erste und zweite Kind steigt ab dem 1. Juli 2019 von 194 Euro auf 204 Euro. Für das dritte Kind erhalten Eltern zukünftig 210 Euro anstatt bisher 200 Euro. Für alle weiteren Kinder erhalten Eltern 235 Euro - früher 225 Euro. Eine weitere Erhöhung des Kindergelds ist für das Jahr 2021 vorgesehen.

Neues Gesetz zur Brückenteilzeit

Ab Januar 2019 haben Angestellte einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit: Bis zu fünf Jahre können Angestellte nun Teilzeit beantragen und anschließend wieder in die vorherige Arbeitszeit wechseln. Die Rückkehr in die vorherige Arbeitszeit soll insbesondere Frauen helfen nach der Erziehungszeit wieder Vollzeit zu arbeiten. Allerdings gilt dies nur für Unternehmen mit mehr als 45 Angestellten.


Informationen zum Jahresende

20.12.2018

Damit Sie erfolgreich in das Jahr 2019 starten können, haben wir einige wichtige Informationen zu Ihrer Geldanlage bei pbb direkt zusammengestellt.

Freistellungsauftrag:

Freistellungsaufträge für Kapitalerträge aus 2018 können Sie online noch bis zum 27. Dezember 2018 stellen.

Um den Antrag einzureichen, melden Sie sich bitte mit Ihren Zugangsdaten in Ihrem persönlichen Bereich an. Anschließend können Sie unter dem Menüpunkt "Verwaltung - Persönliche Daten" das Formular ausfüllen. Bitte bestätigen Sie die Eingabe abschließend mit einer TAN.

Jahressteuerbescheinigung:

Im Laufe des ersten Quartals 2019 stellen wir Ihnen die Jahressteuerbescheinigung 2018 als pdf-Dokument direkt in das Online-Archiv Ihrer Webfiliale. Möchten Sie Kapitalerträge in Ihrer Steuererklärung geltend machen, können Sie das Original ebenfalls direkt in der Webfiliale beantragen. Die Steuerbescheinigung wird anschließend per Post an die bei uns hinterlegte Adresse versendet. Auch für die Vorjahre können Sie die Jahressteuerbescheinigungen noch dort beantragen.

Fristen zum Jahresende:

Für Überweisungen, die bis zum 31. Dezember 2018 ausgeführt werden sollen, empfehlen wir einen Auftrag bis zum 27. Dezember 2018, 12:00 Uhr.

Geänderte Servicezeiten während der Feiertage:

Am 24. und 31. Dezember sowie an den Feiertagen 25. und 26. Dezember und 1. Januar stehen Ihnen unsere Service-Mitarbeiter nicht zur Verfügung.


Kommen 2019 von den Notenbanken wieder frohe Botschaften?

20.12.2018

Die Angst vor der Zinswende in den USA und in Europa war 2018 neben dem Handelskonflikt, der Brexit-Diskussion und der italienischen Schuldenfrage ein entscheidendes Handicap für die Aktienmärkte. Kein Wunder, Zinsanlagen sind die klassische Konkurrenz für Aktien: Steigende sichere Zinsen machen vergleichsweise unsichere, weil kursschwankende Aktien unattraktiv. 2019 jedoch wird das Zinsrisiko für Aktien nachlassen.

Schließlich ist der Zinsrealismus in der Chefetage der US-Notenbank Fed angekommen. Die selbst in Amerika gestutzten Konjunkturerwartungen haben Notenbankpräsident Powell bewogen, sanftere Zinstöne anzuschlagen. Der US-Leitzins liegt nur noch knapp unter dem für die Wirtschaft neutralen Niveau, bei dem sich Risiken der konjunkturellen Überhitzung und des wirtschaftlichen Abschwungs ausgleichen. Solche Aussagen lassen aufhorchen, galten die US-Leitzinsen doch bislang noch weit entfernt von jeder Ausgeglichenheit und sollte insofern der amerikanische Zinserhöhungskurs noch bis 2020 fortgesetzt werden.

Mittlerweile kann man die zunehmende Verflachung der US-Zinsstrukturkurve tatsächlich nicht mehr wirtschaftsförderlich nennen. Die Zinsmarge amerikanischer Banken bei Aufnahme von Geld bei der Fed und dessen Weitergabe in Form von Krediten fällt seit Beginn des Leitzinserhöhungszyklus kontinuierlich. Auch dies ist ein Grund für das kräftig nachlassende Kreditwachstum in Amerika. Da die US-Wirtschaft 2018 ihren Gipfel bereits überschritten hat, wollen die US-Notenbanker keine zusätzlichen Reibungsverluste über neue Zinserhöhungen riskieren. Selbst Amerika ist nicht vor Rezession gefeit. Und mit Verlaub, angesichts der extremen Verschuldung von Staat und Privaten in den USA sind geldpolitischen Restriktionen naturgemäß Grenzen gesetzt, um den Schuldendienst nicht zu gefährden.

Vor diesem Hintergrund spricht viel dafür, dass die amerikanische Notenbank ihre Zinserhöhungsrunde Ende 2018 einstellt.

Ebenso stehen bei der Europäischen Zentralbank die Zeichen nicht auf geldpolitischen Sturm. Zwar wird die EZB ihre seit März 2015 laufenden und 2,6 Mrd. Euro schweren Anleiheaufkäufe beenden. Bei näherer Betrachtung ist die Einstellung des Kaufprogramms jedoch kaum restriktiv, da das Rekordniveau an Liquidität durch Wiederanlage fällig werdender Staatspapiere längerfristig erhalten bleibt. Ohnehin kann die EZB jederzeit ihre Liquiditätsoffensive mit anderen Instrumenten wie der erneuten Zurverfügungstellung von Langfristkrediten an Banken sozusagen "über Bande spielend" fortsetzen. Mit diesen Finanzmitteln werden dann Staatspapiere nicht mehr von der EZB, sondern von Banken erworben. Bereits 2014 und 2016 haben sie die damaligen Liquiditätsspritzen zum Kauf von Staatsanleihen genutzt. Und dann schließt sich der Kreis: Sollte sich erwartungsgemäß zeigen, dass z.B. Italien keine Schuldenkrise droht, die weder im Interesse Roms noch des Zusammenhalts in der EU ist, werden sich die immer noch unter Anlagenotstand leidenden Anleiheinvestoren die vergleichsweise hohen italienischen Renditen nicht entgehen lassen. Ganz klar: Dem Renditeerhöhungsdruck für Staatsanleihen der Eurozone ist allgemein wirksam vorgebeugt.

Auch von der Leitzinspolitik der EZB droht kein Aktien-Leid. Die Leitzinsen will die EZB mindestens bis über den Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau belassen und auf jeden Fall so lange wie nötig. Ihre auf Eis liegenden Zinserhöhungserwartungen untermauert Notenbankpräsident Draghi zunächst mit der gegenwärtigen Konjunkturdelle. Er betont dabei vor allem die Risiken des Handelskonflikts sowie Reibungsverluste durch den Brexit. Hinzu kommen zurückhaltende Inflationsprojektionen insbesondere vom Ölpreis. Die EZB hält ihr Inflationsziel von zwei Prozent selbst im Jahr 2021 für nicht erreichbar.

Insofern bleiben europäische Aktien gegenüber europäischen Zinsanlagen konkurrenzfähig. Dies gilt nicht zuletzt im Hinblick auf die 2019 weiterhin hohen Dividendenrenditen.

Es gibt durchaus Aktienrisiken. Doch immerhin gehen von den Notenbanken keine aus. Im Gegenteil, geldpolitisch ist 2019 eher das ganze Jahr Weihnachten.

Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank.

Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG:

http://www.bondboard.de/main/pages/index/p/128



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