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20. August 2018


Aktuelle Artikel

Debit- und Kreditkarten

Gesicherte Kundenkommunikation

Währungsmanipulation - Realität oder Fake News?


Debit- und Kreditkarten

22.08.18


Debitkarten

Debitkarten sind Bankkarten, die für den Bargeldbezug und für die bargeldlose Bezahlung verwendet werden können. Der englische Begriff "Debit" bedeutet Lastschrift oder Belastung. Eine Debitkarte ist im Regelfall an ein Girokonto gebunden, welches unmittelbar nach einer Transaktion belastet wird. Eine Vorfinanzierung des Kaufbetrags gibt es bei der Verwendung einer Debitkarte nicht.

Die Verwendung einer Debitkarte bietet Vorteile. So besteht durch die Verwendung einer Debitkarte keine Verschuldungsgefahr, da nur über den auf dem Girokonto tatsächlich verfügbaren Rahmen zugegriffen wird. Die Nutzer behalten dadurch auch einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen; allerdings fallen dann gegebenenfalls Dispozinsen an. Ein weiterer Vorteil ist, dass Debitkarten in einigen Ländern eher akzeptiert, weil die Kosten für die Verkaufsstellen geringer sind.

Schwierig ist dagegen in aller Regel die Hinterlegung einer Debitkarte als Sicherheit. Denn Debitkarten verfügen in der Regel über keinen Kreditrahmen. Von Nachteil kann auch sein, dass in der Regel Zusatzleistungen, wie Versicherungen, fehlen.

Kreditkarten

Kreditkarten werden entweder von Banken in Kooperation mit Kreditkartenfirmen wie Mastercard oder Visa herausgegeben oder direkt von den Kreditkartenfirmen, zum Beispiel American Express oder Diners.

Üblicherweise ist eine Kreditkarte unabhängig von einem Girokonto. Die Umsätze werden auf einem Kreditkartenkonto gesammelt und monatlich einem Girokonto belastet. Somit wird dem Kunden ein Kreditrahmen zur Verfügung gestellt, der jeden Monat voll ausgeschöpft werden kann. Kreditkarten dieser Art werden als Charge-Karten bezeichnet. Daneben gibt es sogenannte Revolving Kreditkarten. Sie sind vorwiegend in angelsächsischen Ländern in Gebrauch, werden aber auch in Deutschland beliebter. Hierbei muss der angefallene Betrag nicht komplett jeden Monat beglichen werden, sondern der Nutzer kann in Raten zahlen. Auf den nicht bezahlten Teil des Betrages müssen allerdings Sollzinsen gezahlt werden.

Mit einer Kreditkarte lässt sich auch im Internet einkaufen, und die Besitzer erhalten je nach Variante der Kre-ditkarte bestimmte Zusatzleistungen wie Versicherungen oder Rabatte.

Die Identität des Karteninhabers wird üblicherweise über die Unterschrift oder die Eingabe einer PIN geprüft. Aus Sicherheitsgründen setzt sich die Überprüfung per PIN immer mehr durch und wird mittlerweile auch bei der Bezahlung an der Ladentheke verlangt.

Um Betrug vorzubeugen, sollten Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge regelmäßig und besonders nach Reisen kontrolliert werden. Bei Unregelmäßigkeiten, die auf Betrug hinweisen, muss der Karteninhaber sofort seine Bank informieren.

Kosten für den Einsatz der Debit- oder Kreditkarte im Ausland

Die Kosten für Abhebungen oder das bargeldlose Bezahlen im Ausland variieren stark. Einen Überblick darüber gibt Ihnen das Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer kartenausgebenden Bank. Auf jeden Fall sollten Sie sich den Auszahlungsbetrag am Geldautomaten immer in der Landeswährung anzeigen lassen. Denn für eine Umrechnung in Euro werden in der Regel Extrakosten fällig.


Gesicherte Kundenkommunikation

22.08.2018

Als Kunde von pbb direkt haben Sie nun die Möglichkeit, über eine neue Anfragefunktion in Ihrem Onlinebanking Kontakt zu unserem Kundenservice aufzunehmen. Auf diesem Weg können wir auf alle Kundenanfragen antworten, während die Kommunikation über E-Mails in vielen Fällen aus Datenschutzgründen nicht mehr geeignet ist.

Die neue Funktion erreichen Sie nach dem Login in der Webfiliale über den Reiter "Postfach" unter dem Menüpunkt "Anfragen". Dort können Sie Fragen direkt eingeben und an uns senden. Der Versand der Anfrage erfolgt übrigens direkt und ohne Eingabe einer Transaktionsnummer (TAN).

Ein Symbol zeigt Ihnen, ob Antworten auf Ihre Fragen eingegangen sind. Sie erhalten außerdem eine E-Mail von uns, wenn wir die Antwort in Ihr Postfach eingestellt haben. Diese Email enthält einen Link in den Anfragenbereich Ihrer Webfiliale.


Währungsmanipulation - Realität oder Fake News?

22.08.2018

Früher konsumierten die Amerikaner hemmungslos das, was die Welt produzierte. Und da beim Import der Gewinn auch im Einkauf liegt, war ein starker US-Dollar von großem Vorteil. Mit Blick auf Überschuldung und Handelsbilanzdefizit stieß das süße Import-Leben der USA aber irgendwann an seine Grenzen. Statt weiter die weltweiten Regale leerzukaufen, will Amerika sie als wiederauferstandene Exportnation selbst befüllen. Und zum besseren Verkauf brauchen die USA jetzt einen schwachen Dollar.

"America First" auch beim Export

Mit der Abkehr von seiner jahrzehntelangen Strong Dollar-Politik hat Washington dem internationalen Währungsabwertungswettlauf einen entscheidenden Schub verpasst. Der US-Notenbank kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Dem Kampf gegen Inflation wird im Zweifel weniger Bedeutung beigemessen als dem Außenhandel. Trotz des zuletzt starken US-Wirtschaftswachstums sollen Zinsen und Anleiherenditen nicht über Gebühr steigen, um bloß keine zu starken, Dollar-festigenden Kapitalströme auszulösen.

Als Ablenkungsmanöver sieht Präsident Trump Amerika dennoch als Opfer und nicht als Täter von Währungsmanipulation. Die Aufwertung des US-Dollars zum chinesischen Yuan um zirka acht und zum Euro um sieben Prozent innerhalb von sechs Monaten sei der Beweis, dass China und Europa ihre Währungen exportfreundlich drücken und damit Amerikas Außenhandel unfair behindern.

Auch China, Europa und Japan haben ihre währungspolitische Unschuld verloren

Tatsächlich tritt man Chinesen nicht zu nahe, wenn man ihnen eine Verbilligungsabsicht der Exporte unterstellt. Der Außenhandel bleibt eine wichtige Refinanzierungsquelle für die Binnenkonjunktur, die durchaus markante Schwächen zeigt. Und natürlich will China die amerikanischen Strafzölle auf seine Exportgüter über die Abwertung seiner Währung ein Stück weit auffangen.

Wie du Amerika mir, so ich Europa dir: Wenn die USA ihren Dollar schwächen, wird Europa nicht zuschauen. Selbst wenn die EZB ihre Anleihekäufe Ende 2018 gänzlich einstellt, bleibt die Liquiditätsausstattung der Eurozone dennoch auf Rekordniveau und die Anleiherenditen schwach. Übrigens, Leitzinserhöhungen sind erst im Herbst 2019 ein Thema. Und wenn sie passieren, dann so langsam, dass dagegen eine Schnecke ein wildes Tier ist. Ein schwaches europäisches Zinsumfeld soll unliebsame Euro-aufwertende Mittelzuflüsse verhindern.

Schließlich sind auch die Japaner keine währungspolitischen Heiligen. Da die japanische Binnenkonjunktur wegen Überalterung und Überschuldung seit vielen Jahren schwach ist, will man den wirtschaftlichen Jungbrunnen Export auf keinen Fall zuschütten.

Wer ohne währungspolitische Sünde ist, werfe den ersten Stein

Auch wenn sie es niemals zugeben würden, entpuppen sich Geld-Politiker aller Länder als Liebhaber schwacher Währungen. Der Export-Darwinismus ist überall zu Hause und der globale Abwertungswettlauf daher eine Tatsache.

Allerdings, wenn alle Länder oder Wirtschaftsräume ihre Währungen zu schwächen versuchen, wird am Ende keine Währung wirklich schwach sein können. Wechsel-kurse werden ja immer X gegen Y gerechnet. Dennoch werden die Versuchsreihen unbeirrt fortgesetzt.

Resultat ist ein anhaltendes Ertrinken der Finanzmärkte in viel zu viel zinsgünstiger Liquidität. Insofern behalten Zinspapiere ihr Anlage-Handicap, vor allem real betrachtet, nach Abzug der Inflation.

Dagegen hält die globale Währungsmanipulation den Anlagenotstand an den Aktienmärkten, die sog. Liquiditätshausse, quicklebendig. Auch das ist Realität, keine Fake News.

Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank.

Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG:

http://www.bondboard.de/main/pages/index/p/128



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