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7. Juni 2018


Aktuelle Artikel

Kurzzeitversicherungen

Die pbb direkt pushTAN-App

EU und EZB werden Italien helfen (müssen)


Kurzzeitversicherungen

07.06.18

Auf dem deutschen Versicherungsmarkt gibt es immer mehr Anbieter, die situative Versicherungen anbieten. Dabei handelt es sich um Versicherungen, die nur für ein bestimmtes Ereignis abgeschlossen werden, beispielsweise für einen Kurzurlaub oder eine Probefahrt. Der Versicherungsnehmer schließt die Versicherung online oder per App ab. Dies dauert in den meisten Fällen nur wenige Minuten, und der Versicherungsschutz startet sofort. Die Versicherungspolice wird meistens per E-Mail an die hinterlegte Adresse versandt. Die Dauer der Vertragsgültigkeit kann individuell festgelegt werden, beträgt aber mindestens 24 Stunden.

Für den Abschluss der Versicherung benötigen die Versicherungsnehmer lediglich einen Internetzugang oder eine - in der Regel - kostenlose App. Eine aufwendige Beratung entfällt hier in der Regel.

Wann eignen sich Mini-Policen?

Kurzzeitversicherungen bieten sich besonders für Unterversicherte an. Wer auf dem Weg zum Aktivurlaub bemerkt, keine Unfallversicherung zu haben, kann damit schnelle Abhilfe schaffen. Auch die Absicherung einer Hochzeitsfeier oder eines weiteren Fahrers über die Kfz-Versicherung kann sinnvoll sein. Soll der Versicherungsschutz für einen längeren Zeitraum oder häufiger in Anspruch genommen werden, empfiehlt sich dagegen eine Langzeitversicherung.

Zu beachten ist, dass in den meisten Fällen der Versicherungsschutz bei Mini-Policen geringer ist als bei herkömmlichen Versicherungen. Darüber hinaus sind die Leistungsausschlüsse meist strenger geregelt. Außerdem sind die Kosten vergleichsweise hoch, wenn man die kurze Laufzeit berücksichtigt.

Fazit

Aufgrund der hohen Kosten und der gleichzeitig geringen Leistungen eignen sich Kurzzeitversicherungen nicht als umfassender Versicherungsschutz. Falls der Abschluss einer Versicherung vergessen wurde oder der Schutz für eine begrenzte Zeit oder ein bestimmtes Ereignis erfolgt, kann eine Kurzzeitversicherung sinnvoll sein.


Die pbb direkt pushTAN-App

07.06.2018


Schnell, kostenlos, flexibel: modernes Banking mit pbb direkt push TAN

Seit dem 24. April 2018 steht Ihnen eine zusätzliche, elektronische Methode zur Verfügung, mit der Sie Transaktionsnummern für die Freigabe von Transaktionen bei pbb direkt generieren können. Beim sogenannten pushTAN-Verfahren (pTAN) erhalten Sie die jeweilige Transaktionsnummer über eine App auf Ihr Smartphone oder Tablet, mit Anzeige der wesentlichen Auftragsdaten. Nutzbar ist pTAN für alle transaktionspflichtigen Vorgänge wie Überweisungen, Geldanlagen, Anträge oder Änderungen Ihrer Kontaktdaten. Selbstverständlich können Sie aber auch weiterhin Ihre iTAN-Card benutzen.

Folgende Vorteile bietet Ihnen die pbb direkt pushTAN-App:
  • Sicherheit: Das Verfahren ist etabliert und gilt als besonders sicher, weil die pbb direkt-Webfiliale unabhängig von der pbb direkt pushTAN-App betrieben wird.
  • Push-Funktionalität: Nach der Installation werden Transaktionsnummern automatisch angezeigt, wenn eine Transaktion bestätigt werden muss. Die App selbst müssen Sie dazu nicht öffnen, sie läuft im Hintergrund.
  • Verfügbarkeit für iOS und Android: Sie finden die App in den jeweiligen App-Stores, wenn Sie nach dem Begriff "pbb" suchen. Die anschließende Einrichtung der App ist unkompliziert.
  • Transaktionen bestätigen ohne iTANCard: Mit der Installation auf Smartphone oder Tablet haben Sie Ihren TAN-Generator jederzeit dabei.


Der Download und die Nutzung von pTAN sind für Sie - wie die meisten Services bei pbb direkt - selbstverständlich kostenfrei.

Über folgenden Link geraten Sie direkt zur Einrichtung der App.

https://banking.pbbdirekt.com/banking-pbb/loginCommand?target=newPushTanDevice

Weitere Informationen erhalten Sie unter

https://www.pbbdirekt.com/push-tan.html

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne auch persönlich unter 089 / 91 92 90 900 zur Verfügung.


Kolumne von Robert Halver: EU und EZB werden Italien helfen (müssen)

07.06.2018

Eine Regierungskrise mit Erschütterungspotenzial für ganz Europa bleibt Italien doch noch erspart. Nach langem Hin und Her hat sich in Italien ein Regierungsbündnis aus der 5 Sterne-Bewegung und der Lega Nord gefunden. Dieses Euro-kritische und Schulden-freundliche Wahlbündnis will Italiens Wirtschaft vor allem mit Neuverschuldung aus der Krise führen. Der italienische Stiefel kann eben seine Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr wie früher einfach durch Abwertung der Lira steigern. Leider hat das Land auch die Jahrtausendchance nicht genutzt, mit den günstigsten Kreditzinsen seit Julius Cäsar Schuldenabbau und Standortverbesserungen über Reformpolitik zu betreiben.

Das Dilemma der EU

Normalerweise müsste die der Stabilitätsunion verpflichtete EU-Kommission Italiens neuem Schuldenweg kritisch gegenüberstehen. Doch hat Brüssel bereits zu früheren Zeitpunkten finanzpolitische Gnade gewährt. Die Priorität lag auf der politischen Stabilität von EU und Eurozone. So sollte auch Griechenland in der Eurozone bleiben, um keine Nachahmereffekte bei Portugal, Zypern usw. auszulösen. Ebenso will man, dass der Ausstieg Großbritanniens aus der EU ein Einzelfall bleibt. Und Italien als drittgrößte Wirtschaftsmacht der Eurozone ist für den Zusammenhalt Europas erst Recht überlebenswichtig. Im geowirtschafts-politischen Machtkampf will die EU ein möglichst starkes homogenes Gegengewicht zu Amerika, China und Russland darstellen

Ein Schulden-Kompromiss zwischen der EU und Italien könnte immerhin darin bestehen, dass neue Investitionskredite der Verbesserung des italienischen Wirtschaftsstandortes zugutekommen.

Die EZB bleibt der Schutzpatron der europäischen Finanzmärkte

Zwar bleibt dann immer noch das Problem der Schuldenfinanzierung. Schon jetzt beträgt die italienische Staatsverschuldung ca. 2,3 Bill. Euro und der Schuldenstand hat mittlerweile 130 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung erreicht. Der zwischenzeitliche Anstieg des Risikoaufschlags 10-jähriger italienischer zu deutschen Staatsanleihen und der Schwächeanfall des Euros spiegelte insofern die Sorge über Italiens Finanzpolitik wider. Auch weiß man aus der Vergangenheit, dass der Schuldenvirus eines Euro-Landes auch andere Euro-Länder anstecken kann. Das nannte man früher Euro-Krise.

Zur Verhinderung eines jeden Schlaganfalls in der Euro-Finanzwelt wird die EZB jedoch weiter mit ihrem geldpolitischen Blutverdünner die Halsschlagader der italienischen Zinsmärkte von schädlichem Schulden-Cholesterin freihalten. Sie wird daher vorerst von einer restriktiven Geldpolitik absehen und zunächst die politische Agenda der nächsten italienischen Regierung abwarten.

Quo vadis, Zins- und Aktienmärkte?

Sicherlich bietet die aktuelle politische Entwicklung in Italien Raum für Verunsicherungen an den europäischen Aktienmärkten. Jedoch wird auch in Italien nach Regierungsbildung so manche markante Euro-kritische Wahlkampfthese der Realpolitik realpolitisch geschliffen. Horrorszenarien über den Austritt Italiens aus der Eurozone und sogar ihr Zerfall sind deutlich in den Hintergrund getreten. Schließlich hat Italien selbst kein wirtschaftliches Interesse an einem Ausstieg. Damit würde das Land u.a. den Zugang zu europäischen Subventionen verlieren und Handelsrestriktionen riskieren.

Um die Rest-Euro-Risiken werden sich EU und EZB konsequent kümmern. Allerdings verliert damit auch die Europäische Stabilitätsunion weiter an Bedeutung. Das ist der Preis, dass Italien nicht zum Systemrisiko für Europa wird. Dies signalisieren auch die Finanzmärkte: Der italienische Aktien- und Rentenmarkt, aber auch der Euro als "Aktie" der Eurozone haben sich von ihren kürzlichen Eintrübungen klar erholt. Dennoch muss zukünftig bei allen drei eine etwas erhöhte Schwankungsbreite einkalkuliert werden.

Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank.

Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG:

http://www.bondboard.de/main/pages/index/p/128



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