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19. Dezember 2017


Aktuelle Artikel

Wichtige Neuerungen im Jahr 2018

Informationen zum Jahresende

Kryptowährungen wie Bitcoins - Was ist von ihnen zu halten?


Wichtige Neuerungen im Jahr 2018

19.12.17

Auch im kommenden Jahr stehen wieder einige Gesetzesänderungen an, die auch Ihre Finanzen betreffen könnten. Lesen Sie hier die wichtigsten Änderungen zum Thema Geld.

Vereinfachung bei Spendenquittungen ab 2018

Um Spenden oder Mitgliedsbeiträge über 200 Euro steuerlich geltend machen zu können, benötigte das Finanzamt bisher einen Spendennachweis. Künftig ist dieser Nachweis nur noch notwendig, wenn das Finanzamt dazu auffordert. Das Finanzamt kann die Vorlage allerdings bis zum Jahresende verlangen - bewahren Sie entsprechende Unterlagen also solange auf.

Bankberatung

Ab dem 3. Januar 2018 ändern sich die Dokumentationspflichten bei einer Bankberatung. Dazu gehört die Aufzeichnung aller Beratungsgespräche, die per Telefon oder auch per Internet geführt werden.

500-Euro-Schein wird abgeschafft

Der 500-Euro-Schein soll ab Ende des Jahres 2018 nicht mehr ausgegeben werden. Befürwortern der Abschaffung zufolge erleichtert der 500-Euro-Schein Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Viele Experten bezweifeln dies allerdings und befürchten stattdessen eine schleichende Abschaffung des Bargelds.

Änderung der Banken-AGB

Ab dem 13. Januar 2018 ändern sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken. Neu ist unter anderem, dass Bankkunden bei Missbrauch der Bank- oder Kreditkarte oder des Online-Bankings nur noch bis maximal 50 Euro haften. Über die ab dem 13. Januar europaweit einheitlichen Regelungen zum Zahlungsverkehr haben wir Sie bereits detailliert informiert.

Steigerung der Erwerbsminderungsrente ab 2018

Ab 2018 kommt es zu einer Anhebung der Zurechnungszeit von derzeit 62 auf dann 65 Jahre. Dadurch werden Erwerbsgeminderte zukünftig so gestellt, als hätten sie mit ihrem durchschnittlichen bisherigen Einkommen bis zum vollendeten 65. Lebensjahr weitergearbeitet. Dies führt zu einer Erhöhung der Erwerbsminderungsrente.


Informationen zum Jahresende

19.12.2017

Damit Sie erfolgreich in das Jahr 2018 starten können, haben wir einige wichtige Informationen zu Ihrer Geldanlage bei pbb direkt zusammengestellt.

Freistellungsauftrag

Sollten Sie für das laufende Jahr 2017 noch keinen Freistellungsauftrag eingereicht haben, können Sie diesen noch bis zum 26.12.2017 online einreichen. Der Freistellungsauftrag wird rückwirkend für das gesamte Kalenderjahr 2017 berücksichtigt werden. Um den Antrag einzureichen, melden Sie sich bitte mit Ihren Zugangsdaten in Ihrem persönlichen Bereich an. Anschließend können Sie unter dem Menüpunkt "Verwaltung/ Persönliche Daten" das Formular ausfüllen. Bitte bestätigen Sie die Eingabe abschließend mit einer iTAN.

Jahressteuerbescheinigung

Sofern im Jahr 2017 bescheinigungsfähige Transaktionen stattgefunden haben, stellen wir Ihre Jahressteuerbescheinigung für das Steuerjahr 2017 im ersten Quartal 2018 als pdf-Dokument in Ihr Online-Archiv. Falls Sie ein Original benötigen können Sie dieses direkt in der Webfiliale beantragen. Die Steuerbescheinigung wird anschließend per Post an die bei uns hinterlegte Adresse versendet. Auch für die Vorjahre können Sie die Jahressteuerbescheinigungen dort beantragen.

Fristen zum Jahresende

Für Überweisungen, die bis zum 31. Dezember 2017 ausgeführt werden sollen, empfehlen wir einen Auftrag bis zum 27. Dezember 2016 um 12:00 Uhr.

Geänderte Servicezeiten während der Feiertage

Am 24. und 31. Dezember sowie an den Weihnachtsfeiertagen und am 1. Januar stehen Ihnen unsere Service-Mitarbeiter nicht zur Verfügung.


Kolumne von Robert Halver: Kryptowährungen wie Bitcoins - Was ist von ihnen zu halten?

19.12.2017

Bitcoin ist der bekannteste Vertreter unter den Kryptowährungen, auch Digitalwährungen genannt. Hinter ihnen steht die bahnbrechende Blockchain-Technologie. Sie ist eine Art dezentrale Datenbank, zu der jeder Zugang hat, der über seinen Computer z.B. an Bitcoin angebunden ist. Insofern herrscht über jede ausgeführte Zahlungstransaktion vollständige Transparenz. Erlangten sie den Status eines allgemeingültigen Zahlungsmittels wären dann sogar undurchsichtigen und willkürlichen Preisschüben in einer gesamten Volkswirtschaft Riegel vorgeschoben. Und da die teilnehmenden Geschäftspartner anonym sind, ist selbst Datenschutz gewährleistet.

Wo liegen die Fallstricke von Digitalwährungen?

Genau diese Anonymität öffnet jedoch öffnet Strafhandlungen Tür und Tor. Mit welcher Berechtigung werden in unseren klassischen Geld-Währungen Steuerhinterziehung, Schwarzgeld oder Drogenkriminalität bekämpft, wenn man alternativ bei Digital-Währungen dunkle Ecken duldet?

Daneben können Zahlungen über Bitcoins sehr lange dauern. Im Vergleich dazu geht das bei Mastercard, Visa, American Express, Pay Pal oder EC-Karte Ruck Zuck.

Überhaupt, wer sich schon über die Wiedereinführung oder Erhöhung von Überweisungsgebühren bei normalen Geld-Girokonten beunruhigt zeigt, wird bei Transaktionen mit Digitalwährungen einen wahren Kostenschock erleben.

Insgesamt sind Krypto-Währungen für den Otto Normal-Bürger nicht zum Bezahlen geeignet.

Krypto-Währungen sind ein Feind der (Geld-)Politik

Mit ihrer durch Rechenkapazitäten beschränkten Verfügbarkeit hätten Digitalwährungen sicherlich einen starken Stabilitätscharakter. Denn die ungebremste Geldvermehrung über die Druckerpressen der Notenbanken wäre Vergangenheit.

Doch wegen nur begrenzt vorhandenem Digitalgeld wären die Rettungsinstrumente der Geldpolitik aber eben auch beschränkt. Zur Erinnerung: Die Stabilisierung der Finanzwelt nach diversen Schulden, Anleihen- oder Bankenkrisen wurde mit unbegrenzter Liquiditätszufuhr erreicht. Gleichzeitig könnten über Bitcoins keine üppigen staatlichen Investitionen beispielsweise in Infrastruktur und Digitalisierung zur Verbesserung des Wirtschaftsstandorts vorgenommen werden.

Vor diesem Hintergrund werden sich Krypto-Währungen in der Praxis nicht als allgemeingültiges Zahlungsmittel durchsetzen können.

Was bleibt von Krypto-Währungen übrig?

Für Anleger, die Risiko aushalten können - aber wirklich nur für sie - mögen Digitalwährungen interessante Objekte der Spekulation mit allen Vor- und Nachteilen sein: Da diese Anlageform seit Jahresbeginn über 1.500 Prozent gewonnen hat, kann man getrost von einer Anlageblase sprechen. So ist es nicht verwunderlich, dass es bereits Abstürze von 30 Prozent innerhalb weniger Tage gegeben hat.

Kurse von Bitcoin & Co. können noch weiter ansteigen, nicht zuletzt weil sie von der Finanzindustrie als Anlageprodukte entdeckt wurden. Man kann sie online auf Bitcoin-Marktplätzen oder Bitcoin-Börsen kaufen. Auch Indexzertifikate gibt es schon. Wie lange sich diese Anlageblase noch aufbläht bzw. wann sie platzt, kann niemand prophezeien. Doch wird eine Krypto-Blase, der Substanz als Zahlungsmittel fehlt, wird irgendwann platzen.

Kommt Ihnen das nicht bekannt vor? Es gab bereits Blasen bei Immobilien oder dem Neuen Markt. Und tatsächlich, legt man den Kurs von Bitcoins zeitversetzt mit der Entwicklung des Neuen Markts übereinander, sind Ähnlichkeiten nicht nur rein zufällig. Das Ende vom Lied kennt leider jeder.

Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank.

Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG:

http://www.bondboard.de/main/pages/index/p/128



Dieser Newsletter ersetzt weder eine qualifizierte Anlageberatung noch eine rechtliche oder steuerliche Beratung. Wenden Sie sich hierzu bitte an einen qualifizierten Berater Ihres Vertrauens.