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17. Oktober 2016


Aktuelle Artikel

Änderungen nach Erreichen der Volljährigkeit bei Konten für Minderjährige

Die Zinsmethode bei pbb direkt

Wer hat noch Angst vor der Opec?


Änderungen nach Erreichen der Volljährigkeit bei Konten für Minderjährige

17.10.16

Zahlreiche Kunden von pbb direkt nutzen die Möglichkeit, für ihre Kinder Tages- und Festgelder anzulegen. Zum Schutz der minderjährigen Kontoinhaber hat der Gesetzgeber umfangreiche Bestimmungen erlassen. Nach Erreichen der Volljährigkeit wird besonders deutlich, dass das Geld auf den Konten der Kinder nicht das Geld der Eltern ist. Die Eltern sind lediglich die Verwalter des Tages- oder Festgeldes.

Denn mit dem Erreichen der Volljährigkeit verfügen ausschließlich die Kinder über Ihre Konten. Verfügungsberechtigungen der Erziehungsberechtigten für diese Konten werden ohne weitere Bestätigung gelöscht.

Mit Eintritt der Volljährigkeit schreibt pbb direkt die Konten in solche für voll geschäftsfähige Personen um. Dabei sind wir verpflichtet, erneut eine Identitätsprüfung vorzunehmen. Dazu füllen Sie ein Kontoeröffnungsformular aus und durchlaufen das PostIdent- Verfahren. Dies können Sie in einer Filiale der Deutschen Post AG erledigen. Es fallen für Sie dabei keine Kosten an. Die Kontonummer sowie die Konditionen oder die Fälligkeit Ihrer bei pbb direkt angelegten Gelder verändern sich dadurch nicht.

Damit die Kontoinhaber zukünftig Transaktionen auf unserer Webseite bestätigen können, sendet pbb direkt ihnen nach Eingang der Unterlagen die dafür notwendigen Daten. Diese Daten sind ab dem 18. Geburtstag freigeschaltet, frühestens jedoch nach Eingang und Prüfung der Unterlagen.

Wenn auch weiterhin Vollmachten für Dritte gelten sollen, bitten wir die Kontoinhaber für alle betreffenden Konten die Formulare für eine Kontovollmacht auszufüllen und ebenfalls bei pbb direkt einzureichen. Bitte prüfen Sie auch, ob Sie ggf. einen Freistellungsauftrag für Ihre Kapitalerträge benötigen bzw. ob Sie einen bestehenden Freistellungsauftrag anpassen möchten. Diese und weitere Formulare können Sie in Ihrerm Online-Banking herunterladen.


Die Zinsmethode bei pbb direkt

17.10.2016

Unter Zinsmethoden versteht man verschiedene Varian-ten in der Zinsberechnung. Alle Methoden basieren hierbei auf den klassischen Zinsformeln, sie unterscheiden sich aber in der Berechnung der Anzahl der Tage. Darüber hinaus sind bei der Berechnung der Zinsen eines Tages- oder Festgeldes der Zinssatz und die Zinsperiode bedeutsam.

Pbb direkt berechnet Zinsen nach der deutschen Zins-methode (30/360). Dabei wird jeder volle Monat mit 30 Tagen und das volle Jahr mit 360 Tagen berechnet. In Monaten mit 31 Tagen werden der 30. und 31. als insgesamt ein Tag gezählt. Geht der Zeitraum über den Februar hinaus, so gelten für diesen Monat auch 30 Tage. Bei Geschäften, die per Ende Februar enden, wird der Februar mit seinen tatsächlichen 28 oder 29 Tagen gezählt. Das Basisjahr wird ebenso wie Zinsmonat und Zinsjahr unabhängig von der Anzahl der tatsächlichen Tage mit 360 Tagen angesetzt.

Fällt die Fälligkeit eines Festgeldes auf einen Tag, der kein Bankarbeitstag ist, so wird das Fälligkeitsdatum auf den nächsten Bankarbeitstag verlegt, es sei denn, dieser Bankarbeitstag fiele in einen neuen Monat. In diesem Fall wird der vorhergehende Bankarbeitstag gewählt. In beiden Fällen wird die Zinsberechnung an die verlängerte resp. verkürzte Laufzeit angepasst. Damit soll verhindert werden, dass sich Laufzeiten in den nächsten Monat oder - im Dezember - in das nächste Jahr verschieben.

Bei pbb direkt können Sie bei Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr außerdem wählen, ob die Zinsen jährlich (Variante Zinszahlung ) oder zum Ende des Anlagezeitraumes (Variante Zinseszinseffekt ) gutgeschrieben werden sollen.

Bei der Variante "Zinszahlung" erfolgt die Zinszahlung jährlich, letztmalig mit Fälligkeit des Festgeldes.

Bei Wahl der Variante "Zinseszinseffekt" werden die Zinsen jährlich bis zum Ende des Anlagezeitraums zusammen mit dem Anlagebetrag wiederangelegt. Bei dieser Variante profitieren Sie vom sogenannten Zinseszinseffekt.


Kolumne von Robert Halver: Wer hat noch Angst vor der Opec?

17.10.2016

Auf ihrem letzten Treffen hat die Opec überraschenderweise eine Produktionsdrosselung beschlossen. Leitet diese jetzt die Ölpreiswende nach oben ein? Allein schon mit Blick auf die tägliche Fördermenge der Opec von über 33 Millionen Barrel kann eine Förderkürzung von 800 Tsd. Barrel pro Tag nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Das Problem der Ölüberversorgung und damit nachhaltig niedriger Ölpreise ist selbst für die Opec nicht mehr zu lösen. Dafür sprechen zwei gewichtige Gründe.

Erstens legen die Opec-Länder heute nicht mehr jenen hohen Grad an Förderdisziplin wie noch in den 70er-Jahren an den Tag, die die Industrienationen das Fürchten lehrte. Aus dem früheren "Einer für Alle, Alle für Einen" ist längst "Jeder ist sich selbst der Nächste" geworden. So produziert der Iran weiter am Limit, um seine Wirtschaft nach vielen Jahren der Sanktionen zu sanieren. Auch Saudi-Arabien ist das Hemd näher als der Opec-Rock. Riad ist sich bewusst, dass Öl endlich ist - nicht unbedingt bezogen auf seine Verfügbarkeit, sondern auf seine Verwendung: Die Elektro-Mobilität bzw. Brennstoffzellentechnik wird Ölmotoren und alte Heizungen mehr und mehr zu Dinosauriern machen. Da ist der saudische Wunsch verständlicherweise groß, seine Volkswirtschaft lieber früher als später auf die Zeit nach der Ölepoche vorzubereiten. Und da man die geringsten Ölförderkosten der Welt hat, wird tatsächlich Öl gefördert bis die Pipelines glühen.

Zweitens existiert mit dem sogenannten Fracking eine alternative Form der Ölversorgung für die westliche Industriewelt. Dieses neue Ölförderinstrument hat für Amerika hohen strategischen Wert: Man will nicht mehr vom konventionellen Öl der Opec abhängig sein. Daher werden die USA an dieser unkonventionellen Fördermethode selbst bei einem Ölpreisverfall festhalten wie Hunde an ihrem Knochen. Ohnehin lassen technische Quantensprünge beim noch jungen Fracking dessen Gewinnschwelle weiter deutlich sinken. Apropos Gewinnschwelle, diese liegt zurzeit bei etwa 55 US-Dollar pro Barrel.

Damit ist heute die Rentabilitätsschwelle der Fracking-Industrie das Maß aller Ölpreise, nicht mehr die Opec. Egal was die Opec auch macht, ihre machtvollen Glanz-zeiten sind vorbei. Den Tiger kann man zwar noch tanken, aber sein angsterfüllendes Brüllen hört man nicht mehr.

Robert Halver ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank.

Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG:

http://www.bondboard.de/main/pages/index/p/128



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