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15. März 2016


Aktuelle Artikel

Wichtige Fragen zum Zahlungsverkehr

Jahressteuerbescheinigung 2015

In Konjunkturzeiten wie diesen müssen Geld- und Fiskalpolitik zusammenhalten wie Old Shatterhand und Winnetou


Wichtige Fragen zum Zahlungsverkehr

15.03.16

pbb direkt nimmt an dem sicheren und effizienten Zah-lungs- und Überweisungssystem SEPA teil.

Für Euro-Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschafts- und Währungsraum gilt die Frist von einem Bankarbeitstag. Bei beleghaften Überweisungen, die mittels eines Überweisungsvordrucks in Auftrag gegeben werden, beträgt die Frist zwei Bankarbeitstage. Bankarbeitstage sind alle Tage außer Samstage, Sonn- und Feiertage sowie einige besondere Tage wie Heiligabend und Silvester.

Die Institute dürfen zudem mit dem Kunden einen Zeitpunkt vereinbaren, nach dem eingehende Überweisungsaufträge nicht mehr am selben Tag ausgeführt werden. Dieser sogenannte Annahmeschluss ist bei pbb direkt 16:00 Uhr. Alle später eingereichten Aufträge werden behandelt, als seien sie erst am folgenden Bankarbeitstag eingegangen.

Bei Überweisungen, die spät am Tag oder vor Wochenenden und Feiertagen erteilt werden, können daher mehrere Tage zwischen Auftragserteilung und Gutschrift auf dem Empfängerkonto vergehen.

Bei der Ausführung einer Überweisung müssen wir als Bank die Internationale Bankkontonummer (IBAN) und ggf. auch den Bank-Identifizierungs-Code (BIC), die sog. Kundenkennung kontrollieren.

Bei pbb direkt nehmen wir bei eingehenden Zahlungen zusätzlich einen Abgleich von (aus der IBAN abgeleiteten) Kontonummer und Empfängernamen vor. Nur wenn die Kontonummer zu dem Empfängernamen passt, schreiben wir den eingehenden Betrag direkt gut. In allen anderen Fällen, insb. in den Fällen, in denen trotz manueller Nachbearbeitung der eingehenden Zahlung eine Zuordnung zum richtigen Empfänger nicht zweifelsfrei möglich ist, weisen wir die eingehende Zahlung zurück.

Mit welcher Wertstellung schreiben wir eingehende Überweisungen gut?

Der Begriff Wertstellung oder Valuta bezeichnet das Datum, ab dem eine Gutschrift oder eine Belastung auf einem Konto wirksam wird. Mit der Wertstellung wird eine Zahlung zugleich auch zinswirksam. Die Wertstel-lung muss mit Datum des Bankarbeitstages erfolgen, an dem der Betrag der Bank des Kunden zugegangen bzw. von dieser abgeflossen ist. Dies gilt selbst dann, wenn der Betrag - etwa wegen Störungen im Rechenzentrum - nachträglich gutgeschrieben bzw. belastet worden ist. Eine solche Störung darf nicht zum Nachteil des Kunden führen.

Die Wertstellung darf nicht mit der Buchung verwechselt werden. Die Buchung ist die reine Information über die Kontobewegung. Der Buchungstag ist der Tag, an dem ein Zahlungsvorgang im System der Bank eingetragen und bearbeitet wird. Damit ist das Geld aber noch nicht zwingend auf Ihrem Konto verfügbar.


Jahressteuerbescheinigung 2015

15.03.2016

Seit dem 4. März 2016 stehen die Jahressteuerbescheinigungen für das Jahr 2015 für Sie in Ihrer Webfiliale zum Abruf bereit. Sofern Sie eine papierhafte Bescheinigung benötigen, können Sie in Ihrer Webfiliale unter dem Menüpunkt "Dokumente" / "Steuerbescheinigung" eine jährliche Steuerbescheinigung beantragen. Wir senden Ihnen die Steuerbescheinigung dann in den nächsten Wochen per Post kostenlos zu.

Die Jahressteuerbescheinigung gibt Ihnen einen Überblick über Ihre Kapitalerträge sowie die eventuell dafür abgeführten Steuern und den Solidaritätszuschlag. Sie dient als Nachweis für die Einkommensteuererklärung (Anlage KAP) und wird im Veranlagungsfall der Steuererklärung beigefügt.

Wichtig: Zur Vorbereitung des Kirchensteuerabzugs sind wir gesetzlich verpflichtet, einmal jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Religionszugehörigkeit für alle Kunden abzufragen. Die Abfrage wurde erstmalig 2014 durchgeführt und ab dann jährlich im Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober wiederholt. In bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn sich Ihre Religionszugehörigkeit geändert hat, sind auch Abfragen au�erhalb dieses Zeitraumes möglich.

Sie können dieser Erhebung widersprechen; das BZSt übermittelt uns dann keine Daten für Sie. Die Kirchensteuer wird dann von dem für Sie zuständigen Finanzamt erhoben, die Kapitalerträge müssen Sie in Ihrer Steuererklärung entsprechend deklarieren. Die Sperrvermerkserklärung müssen Sie auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck beim BZSt einreichen. Den Vordruck finden Sie unter http://www.formulare-bfinv.de unter dem Stichwort Kirchensteuer.


Kolumne von Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank: In Konjunkturzeiten wie diesen müssen Geld- und Fiskalpolitik zusammenhalten wie Old Shatterhand und Winnetou

15.02.2016

Es ist absurd: Je mehr billige Liquidität von der EZB in die Finanzmärkte fließt, desto weniger Preisdruck ist zu beobachten. Und die konjunkturelle Ladehemmung in der Eurozone ist ohnehin hartnäckig. Banken, denen es an Eigenkapital und damit an Kreditlust mangelt, treffen auf Konsumenten und Unternehmen, die sich aufgrund üppiger Verunsicherungen verängstigt in Angstsparen und Investitionszurückhaltung üben. Die Konjunktur verdurstet in der liquidesten Finanzmarktausstattung aller Zeiten.

Man muss endlich begreifen, dass die Eurozone kein geldpolitisches Angebots-, sondern ein ernstes Nachfrageproblem hat. Auf das geldpolitische Konjunkturwunder zu warten ist genauso erfolglos, wie auf einen Sommer ohne Mückenstiche zu hoffen.

Wenn die Pferde, die zur geldpolitischen Tränke geführt werden, sich weigern zu saufen, muss die Fiskalpolitik nachhelfen.

Ist die Privatwirtschaft zu schwach, bleibt nur noch die staatliche Nachfrage. Und für sie bieten sich dank der Geldpolitik geradezu Schlaraffenland ähnliche Zustände: Deutschland verdient zurzeit mit Schuldenaufnahme Geld! Und da die EZB auch noch deutsche Staatspapiere aufkauft, gibt es insgesamt weder ein Finanzierungs- noch ein Absatzproblem.

Der Staat darf jedoch nur in Infrastruktur investieren. So sollte der Wirtschaftsstandort zwischen Flensburg und Passau bzw. Aachen und Cottbus auf global wettbewerbsfähiges Niveau gehoben werden. Es geht um die Sanierung von Brücken und Straßen, die konsequente Energiewende, den Netzausbau, die Digitalisierung und natürlich um Bildung. Diese staatliche Standortförderung schafft nicht nur einen wirtschaftsfreundlichen Nährboden für private Folgeinvestitionen. Werden die großen Kapitalsammelstellen beteiligt, kämen diese endlich wieder in den Genuss von renditeattraktiven Anlageobjekten.

Verbreitete sich diese staatliche Infrastrukturidee auch in anderen Euro-Ländern, würde die Geldflut der Notenbanken nicht mehr einseitig in überhitzte Anlageblasen fließen, die so immer mehr Gefahr laufen, zu platzen. Sie käme der Realwirtschaft und damit Arbeitsplätzen, Konsum, Steuereinnahmen, sozialem Frieden und Europa zugute. Und die Aktienmärkte erhielten endlich wieder fundamentales Fleisch an den abgenagten Hungerknochen der Liquiditätshausse.

Dagegen lässt die schwarze Null im Bundeshaushalt volkswirtschaftlich große Chancen ähnlich ungenutzt vorbeiziehen wie ein Löwe in der Savanne, der einem Gnu noch einen guten Tag wünscht.

Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG:

http://www.bondboard.de/main/pages/index/p/128



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